Heizleistung Fußbodenheizung berechnen
Wie viel Heizleistung eine Fußbodenheizung liefern muss, richtet sich nach der Heizlast des Raums. Ob die Fläche das schafft, zeigt der Vergleich mit ihrer Auslegungsleistung. Hier sehen Sie, welche Angaben dafür zusammenkommen und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.
In vier Schritten zur Heizleistung der Fußbodenheizung
- Raumheizlast ermitteln. Die Heizlast je Raum bestimmt, wie viel Leistung die Fläche abgeben muss. So geht die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
- Aktiv beheizte Fläche festlegen. Entscheidend ist die Fläche mit Heizrohren darunter, nicht die Grundfläche des Raums.
- Auslegungsleistung samt Betriebspunkt holen. Hersteller oder Planer geben die Leistung für bestimmte Vor- und Rücklauftemperaturen und eine bestimmte Raumtemperatur an.
- Mit der Heizlast vergleichen. Liegt die Auslegungsleistung bei der Raumheizlast oder darüber, ist der Raum gedeckt.
Diese Angaben brauchen Sie für die Prüfung
| Angabe | Bedeutung | Woher |
|---|---|---|
| Raumheizlast (W) | Wärmeleistung, die der Raum bei Norm-Bedingungen braucht | Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 |
| Aktiv beheizte Fläche (m²) | Fläche, unter der Heizrohre liegen – nicht automatisch die gesamte Raumfläche | Verlegeplan oder Planungsunterlage |
| Vor- und Rücklauftemperatur (°C) | Systemtemperaturen, für die die Leistungsangabe gilt | Auslegung der Anlage |
| Raumtemperatur der Auslegung (°C) | Raumtemperatur, bei der die Leistung angegeben ist | Auslegungsunterlage; Norm-Innentemperaturen siehe Raumtemperaturen |
| Auslegungsleistung gesamt (W) | Leistung der Fläche bei diesen Temperaturen | Angabe von Hersteller oder Planer |
Die Leistung einer Fußbodenheizung hängt unter anderem von Aufbau und Systemtemperaturen ab. Darum gibt es keine Faustzahl, die für jeden Boden stimmt: Nehmen Sie die Angabe des Herstellers oder Planers für Ihren Betriebspunkt.
So prüft HeizNorm die Fußbodenheizung
- Sie erfassen die Fußbodenheizung als Heizfläche des Raums, mit Auslegungsleistung, aktiv beheizter Fläche, Vor-, Rücklauf- und Raumtemperatur sowie der Quelle der Auslegung.
- HeizNorm setzt die Auslegungsleistung ins Verhältnis zur Raumheizlast und zeigt den Deckungsgrad.
- Die Bewertung gilt nur am dokumentierten Betriebspunkt. Stimmen die Temperaturen der Auslegung nicht mit denen der Prüfung überein, bleibt der Raum „nicht bewertbar“; eine Umrechnung auf andere Temperaturen gibt es für Fußbodenheizungen nicht.
- Fehlen die Auslegungsdaten, bleibt die Heizlast berechenbar, nur die Deckungsbewertung entfällt.
Für Heizkörper rechnen Sie die Norm-Wärmeleistung dagegen auf Ihre Systemtemperatur um, siehe Heizleistung von Heizkörpern berechnen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Heizleistung einer Fußbodenheizung?
Ausgangspunkt ist die Heizlast des Raums, die Sie raumweise nach DIN EN 12831 ermitteln. Danach brauchen Sie die Auslegungsleistung der Fußbodenheizung mit aktiv beheizter Fläche, Vor- und Rücklauftemperatur und Raumtemperatur, für die sie angegeben ist (Hersteller oder Planer). Reicht diese Leistung für die Heizlast des Raums, ist der Raum gedeckt.
Wie viele Watt pro Quadratmeter hat eine Fußbodenheizung?
Es gibt keinen festen Wert für alle Böden. Wie viel Leistung die Fläche abgibt, hängt von Aufbau und Systemtemperaturen ab. Maßgeblich ist die Angabe des Herstellers oder Planers für Ihren Betriebspunkt. HeizNorm zeigt die Auslegungsleistung je Quadratmeter aktiv beheizter Fläche an, sobald Leistung und Fläche erfasst sind.
Berechnet HeizNorm die Leistung der Fußbodenheizung selbst?
Nein. HeizNorm übernimmt die Auslegungsleistung samt Vor-, Rücklauf- und Raumtemperatur aus Ihrer Herstellerangabe oder Planung und vergleicht sie mit der Raumheizlast. Die Bewertung gilt nur für genau diese Temperaturen, eine Umrechnung auf andere Betriebspunkte findet für Fußbodenheizungen nicht statt.
Was, wenn die Leistung der Fußbodenheizung unbekannt ist?
Die Heizlast des Raums bleibt trotzdem berechenbar. Nur eine Bewertung, ob die Fußbodenheizung den Raum deckt, ist ohne Auslegungsdaten nicht möglich.
Braucht jede Fußbodenheizung eine Raumtemperaturregelung?
Wird eine heizungstechnische Anlage mit Wasser als Wärmeträger in ein Gebäude eingebaut, verlangt § 63 GEG eine selbsttätig wirkende Einrichtung zur raumweisen Regelung der Raumtemperatur. Ausgenommen ist eine Fußbodenheizung in Räumen mit weniger als sechs Quadratmetern Nutzfläche.