U-Wert Rechner: Bauteil nach Schichten berechnen
Schichtaufbau von innen nach außen eingeben — der Rechner liefert den U-Wert nach DIN EN ISO 6946 und zeigt den Vergleich mit dem GEG-Höchstwert. Nachweis als PDF gegen E-Mail.
1 · Bauteil
Rsi = 0,130 · Rse = 0,040 m²·K/W · Wärmestrom horizontal
2 · Schichten von innen nach außen
λ-Quelle: KERN-Rechenbeispiel DIN V 18599-10 (Dachterrasse(DG)SAN, Schicht 01)
λ-Quelle: GEG Anlage 7 Fußnote 1 (Bemessungswert 0,035); KERN-Beispiel Schicht 03
λ ist der Bemessungswert laut Produktdatenblatt. Die Voreinstellungen sind Beispielwerte mit Herkunft — eigener Wert hat Vorrang.
Ergebnis
0,23 W/(m²·K)
- Rsi innen
- 0,130
- Beton, armiert (1 % Stahl) 200 mm
- 0,087
- Dämmstoff WLS 035 (EPS/MW) 140 mm
- 4,000
- Rse außen
- 0,040
- RT gesamt
- 4,257 m²·K/W
- Gesamtdicke
- 340 mm
U = 0,23 W/(m²·K) — liegt unter dem Höchstwert 0,24 W/(m²·K) für Außenwände bei Bauteiländerung (GEG Anlage 7, Zeile 1a/1b).
Förderanforderungen (BEG) sind strenger als die GEG-Höchstwerte und gesondert zu prüfen.
Bauteil-Nachweis als PDF
Schichtaufbau, Rechenweg, Rsi/Rse, U-Wert und GEG-Vergleich als PDF zum Download — die Kennzahlen schicken wir zusätzlich an Ihre E-Mail-Adresse.
Weiter: U-Wert-Tabellen nach Baujahr · Heizlast online berechnen · Raumtemperaturen und ΔT
So rechnet der U-Wert-Rechner
Jede Schicht trägt mit ihrem Wärmedurchlasswiderstand R = d / λ bei. Dazu kommen die Wärmeübergangswiderstände an der Innen- und Außenoberfläche. Der U-Wert ist der Kehrwert der Summe:
RT = Rsi + Σ (di / λi) + Rse; U = 1 / RT
Den U-Wert brauchen Sie unter anderem für die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 — die rechnen Sie im Heizlast-Rechner.
Wärmeübergangswiderstände je Bauteil
| Bauteil | Wärmestrom | Rsi [m²·K/W] | Rse [m²·K/W] |
|---|---|---|---|
| Außenwand (Wärmestrom horizontal) | horizontal | 0,130 | 0,040 |
| Steildach (gegen Außenluft) | aufwärts | 0,100 | 0,040 |
| Flachdach (mit Abdichtung) | aufwärts | 0,100 | 0,040 |
| Oberste Geschossdecke (unbeheizter Dachraum) | aufwärts | 0,100 | 0,100 |
| Decke nach unten (gegen Außenluft) | abwärts | 0,170 | 0,040 |
| Kellerdecke (unbeheizter Keller) | abwärts | 0,170 | 0,170 |
Gegen Außenluft nach DIN EN ISO 6946, Tab. 7. Zu unbeheizten Räumen (Dachraum, Keller) ist Rse gleich Rsi der jeweiligen Richtung (Leitfaden Energetische Gebäudebilanzierung nach DIN V 18599, Tab. 10).
GEG-Höchstwerte bei Änderung bestehender Gebäude
| Bauteil | Zeile | Umax |
|---|---|---|
| Außenwände | 1a/1b | 0,24 W/(m²·K) |
| gegen Außenluft abgrenzende Dachflächen | 5a/5b | 0,24 W/(m²·K) |
| Dachflächen mit Abdichtung (Ersatz der Abdichtung) | 5c | 0,20 W/(m²·K) |
| oberste Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume | 5a/5b | 0,24 W/(m²·K) |
| Decken nach unten gegen Außenluft | 6d/6e | 0,24 W/(m²·K) |
| Decken nach unten gegen unbeheizte Räume | 6a/6b | 0,30 W/(m²·K) |
GEG Anlage 7 (zu § 48), Spalte Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Raum-Solltemperatur ab 19 °C. Stand: GEG, zuletzt geändert 9.1.2026. Förderanforderungen (BEG) sind strenger als die GEG-Höchstwerte und gesondert zu prüfen.
Häufige Fragen zum U-Wert-Rechner
Wie berechnet man den U-Wert eines Bauteils?
Für jede Schicht wird der Wärmedurchlasswiderstand R = d / λ gebildet (Dicke in Metern geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit). Die Summe aller Schichten plus die Wärmeübergangswiderstände R_si (innen) und R_se (außen) ergibt R_T; der U-Wert ist der Kehrwert U = 1 / R_T in W/(m²·K).
Welchen U-Wert nennt das GEG für eine Außenwand?
Wird eine Außenwand im Bestand erneuert, nennt GEG Anlage 7 (Zeile 1a/1b) für Wohngebäude einen Höchstwert von 0,24 W/(m²·K). Der Rechner zeigt, ob Ihr Aufbau darunter oder darüber liegt. Ausnahmen und den Nachweisweg im Einzelfall klärt Ihr Energieberater.
Woher kommen die λ-Werte der Voreinstellungen?
Die Voreinstellungen sind Beispielwerte mit Herkunftsangabe, etwa die Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 035 mit λ = 0,035 W/(m·K). Maßgeblich ist der Bemessungswert aus dem Datenblatt Ihres Produkts — tragen Sie ihn als eigenen Wert ein.
Reicht der GEG-Höchstwert für eine Förderung?
Nicht automatisch. Förderanforderungen (BEG) sind strenger als die GEG-Höchstwerte und gesondert zu prüfen.
Was berücksichtigt der Rechner nicht?
Wärmebrücken, inhomogene Schichten wie Sparrenlagen mit Zwischensparrendämmung, Fenster und Bauteile gegen Erdreich. Für diese Fälle gelten eigene Rechenverfahren.