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Pool-Wärmepumpe berechnen: Heizleistung und Aufheizzeit

Aus Beckenvolumen und gewünschter Temperaturerhöhung folgen die Aufheizenergie, die Aufheizzeit bei gegebener Leistung und die Stromaufnahme. Formeln, Rechenbeispiel und Tabelle, alle Beispielwerte als Annahmen gekennzeichnet.

Formeln

Beckenvolumen

V (m³) = Länge (m) × Breite (m) × mittlere Tiefe (m)

Energie zum Aufheizen

Q (kWh) = V (m³) × 1,163 × ΔT (K)

1,163 ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser in Wh/(kg·K); ein Kubikmeter wiegt rund 1.000 kg, daher ergibt V in m³ direkt kWh. ΔT ist die Differenz zwischen Wunsch- und Ausgangstemperatur.

Aufheizzeit und Strom

t (h) = Q (kWh) ÷ Wärmeleistung (kW)

Strom (kWh) = Q (kWh) ÷ COP

Die Aufheizzeit ist eine Untergrenze, weil Verluste in dieser Rechnung fehlen. Zur Bedeutung des COP und zur Abgrenzung von der Jahresarbeitszahl siehe COP der Wärmepumpe berechnen.

Rechenbeispiel (Annahmen)

  • Annahme: Becken 5 m × 3 m, mittlere Tiefe 1,5 m. Volumen = 5 × 3 × 1,5 = 22,5 m³.
  • Annahme: Das Wasser soll um 6 K wärmer werden. Q = 22,5 × 1,163 × 6 ≈ 157 kWh.
  • Annahme: Wärmeleistung der Pool-Wärmepumpe 8 kW. Aufheizzeit ≥ 157 ÷ 8 ≈ 19,6 h.
  • Annahme: COP 4. Stromaufnahme in dieser Zeit ≈ 157 ÷ 4 ≈ 39 kWh.

Tabelle: Aufheizzeit nach Beckengröße

Gerechnet mit ΔT = 6 K, Wärmeleistung 8 kW und COP 4. Alle drei Werte sind Annahmen, die Zeiten gelten ohne Verluste.

Aufheizenergie, Mindest-Aufheizzeit und Stromaufnahme für fünf Beckengrößen
BeckenvolumenEnergie bei 6 K (kWh)Mindestzeit bei 8 kW (h)Strom bei COP 4 (kWh)
20 m³14017,435
30 m³20926,252
40 m³27934,970
60 m³41952,3105
80 m³55869,8140

Quelle: Rechenvorschrift aus der spezifischen Wärmekapazität von Wasser (1,163 Wh/(kg·K)); Temperaturerhöhung, Leistung und COP sind Annahmen. Die Tabelle zeigt, wie das Volumen die Zeit verschiebt, und kein Gerät.

Was in der Rechnung fehlt

  • Verdunstung: Sie entzieht dem Becken Wärme, besonders bei offener Wasserfläche und Wind.
  • Wärmeabgabe: an Luft und Erdreich, abhängig von Dämmung und Abdeckung.
  • Einstrahlung: Sonne bringt Wärme ein und verkürzt die Aufheizzeit.
  • Betriebspunkt des Geräts: Leistung und COP schwanken mit der Lufttemperatur; maßgeblich ist das Datenblatt.

Die Größe einer Wärmepumpe für ein Wohngebäude folgt dagegen aus der Heizlast, siehe Heizleistung der Wärmepumpe berechnen. Die Formel mit 1,163 taucht auch bei der Heizleistung des Wasserstroms auf, siehe Heizleistung berechnen: Formeln.

Häufige Fragen zur Pool-Wärmepumpe

Wie berechnet man die Energie zum Aufheizen eines Pools?
Energie in kWh = Wasservolumen in m³ × 1,163 × gewünschte Temperaturerhöhung in K. Die 1,163 ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser in Wh/(kg·K), 1 m³ Wasser wiegt rund 1.000 kg.
Wie lange dauert das Aufheizen?
Aufheizzeit = Energie ÷ Wärmeleistung. Das ist die Untergrenze: Sie gilt ohne Verluste. Verdunstung, Wärmeabgabe an Luft und Erdreich und Wetter verlängern die Zeit, Sonneneinstrahlung und Abdeckung wirken in die andere Richtung.
Wie berechne ich den Stromverbrauch einer Pool-Wärmepumpe?
Strom = abgegebene Wärme ÷ COP. Der COP hängt vom Gerät und von der Lufttemperatur ab; im Beispiel ist er eine Annahme. Wie er zustande kommt, steht auf der Seite zum COP der Wärmepumpe.
Warum steht hier keine Kostenangabe?
Kosten hängen vom Strompreis ab, der sich ändert und vertragsabhängig ist. Mit dem Stromverbrauch aus der Rechnung und Ihrem aktuellen Preis rechnen Sie die Kosten selbst.
Wie groß muss die Leistung sein?
Das hängt von der gewünschten Aufheizzeit, den Verlusten und dem Betriebspunkt des Geräts ab. Die Tabelle zeigt nur, wie Volumen und Leistung die Aufheizzeit im Modell ohne Verluste verschieben; Gerätewerte stehen im Datenblatt.
Rechnet HeizNorm Pool-Wärmepumpen?
Nein. HeizNorm rechnet die raumweise Heizlast von Gebäuden, nicht die Aufheizung von Schwimmbecken. Die Formeln auf dieser Seite sind Handrechnungen.

Heizlast des Gebäudes berechnen

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