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Wärmepumpe berechnen: Größe, Kosten und Förderung für Ihr Haus

In wenigen Schritten sehen Sie, welche Leistungsklasse zu Ihrem Haus passt, was das ungefähr kostet und welche Förderung möglich ist.

Schritt 1 von 3 · Ihr Haus

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Wärmepumpe berechnen: Faustwerte nach Wohnfläche & Baujahr

Faustwerte (SHK-Praxis), keine Normwerte: Die Tabelle multipliziert eine spezifische Heizlast je Baualtersklasse mit der Wohnfläche (Einfamilienhaus) und nennt die passende Leistungsklasse. Sie ist ein erster Orientierungswert — kein Ersatz für eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Gebäudestandard / BaujahrHeizlast (W/m²)80 m²120 m²150 m²
Vor 1977 (Altbau, unsaniert)13011–13 kWca. 10,4 kW Heizlast16–18 kWca. 15,6 kW Heizlast20–22 kWca. 19,5 kW Heizlast
1977–1994 (WSchV 1977/1984)1008–10 kWca. 8 kW Heizlast12–14 kWca. 12 kW Heizlast15–17 kWca. 15 kW Heizlast
1995–2001 (WSchV 1995)807–9 kWca. 6,4 kW Heizlast10–12 kWca. 9,6 kW Heizlast12–14 kWca. 12 kW Heizlast
2002–2015 (EnEV 2002–2014, teilsaniert)605–7 kWca. 4,8 kW Heizlast8–10 kWca. 7,2 kW Heizlast9–11 kWca. 9 kW Heizlast
Ab 2016 / saniert (EnEV 2016 / GEG / KfW-Effizienzhaus)454–6 kWca. 3,6 kW Heizlast6–8 kWca. 5,4 kW Heizlast7–9 kWca. 6,8 kW Heizlast

* Faustwerte aus der SHK-Praxis, keine Normwerte — tatsächliche Heizlast per DIN-EN-12831-Berechnung ermitteln. Standort (Norm-Außentemperatur) und Gebäudegeometrie können erheblich abweichen.

Faustformel für den Förderantrag nicht ausreichend

Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B, den die Heizungsförderung verlangt, setzt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 voraus (BEG EM, Anlage TMA); ob gefördert wird, entscheidet die KfW. Flächenbasierte Faustwerte können zu Überdimensionierung führen — das verschlechtert die Jahresarbeitszahl (JAZ) und erhöht unnötig die Anschaffungskosten.

Drei Methoden, die Wärmepumpen-Größe zu berechnen

1

Faustformel nach Wohnfläche (Orientierung, nicht für den Förderantrag)

Heizlast [kW] ≈ Wohnfläche [m²] × spezifische Heizlast [W/m²] ÷ 1.000. Die spezifische Heizlast entnehmen Sie der Tabelle oben. Ergebnis: ein erster Anhaltspunkt, aber ohne Berücksichtigung von Standort, Gebäudegeometrie und individuellen U-Werten.

Nur zur Vororientierung — nicht für Förderanträge geeignet

2

Verbrauchsmethode (Jahresverbrauch → Heizlast)

Heizlast [kW] ≈ Jahresverbrauch [kWh] ÷ (Volllaststunden × Nutzungsgrad). Beispiel: 15.000 kWh/Jahr Gas ÷ (1.800 h × 0,95) ≈ 8,8 kW. Etwas genauer als die Flächenmethode, berücksichtigt aber keine raumweisen Unterschiede und ist abhängig vom Nutzerverhalten. Mehr dazu auf der Auslegungs-Seite.

Genauer als Faustformel — aber ebenfalls nicht förderfähig nach BEG EM

3

Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1

Das übliche Verfahren im Förderfall: Für jeden Raum werden Transmissions- und Lüftungswärmeverluste anhand von Raummaßen, U-Werten und der Norm-Außentemperatur nach PLZ berechnet. Die Summe ergibt die Gebäudeheizlast. Das Ergebnis ist exakt, standortbezogen und liefert alle Daten, die auch für den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B benötigt werden.

Unterlage im Förderfall (KfW 458) — online in wenigen Schritten

Wärmepumpen-Berechnung nach DIN EN 12831: Was dahintersteckt

Die DIN EN 12831 definiert das Verfahren zur Berechnung der Gebäudeheizlast. Sie berücksichtigt alle wärmetechnisch relevanten Parameter:

Norm-Außentemperatur nach Standort

Die Norm-Außentemperatur variiert stark — von −6,6 °C (25859 Hallig Hooge) bis −19,2 °C (82475 Garmisch-Partenkirchen, Schneefernerhaus). Ohne diese standortspezifische Größe ist jede Wärmepumpen-Berechnung ungenau.

Transmissions- & Lüftungsverluste

Wärmeverluste durch Außenwände, Fenster, Dach und Boden (Transmissionsverluste) sowie Wärmeverluste durch Luftwechsel (Lüftungsverluste) werden raumweise berechnet.

U-Werte der Bauteile

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) jedes Bauteils bestimmt, wie viel Wärme durch Außenwand, Dach, Fenster und Boden verloren geht. HeizNorm liefert integrierte U-Wert-Tabellen nach Baujahr.

Auslegungspunkt & Bivalenzpunkt

An welchem Temperaturpunkt muss die Wärmepumpe die volle Heizlast decken (monovalent) — oder ab wann übernimmt ein Heizstab (bivalent)? Details dazu auf der Auslegungs-Seite.

Heizlastberechnung online: Ergebnis für den Förderantrag

Mit HeizNorm führen Sie die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 online durch — ohne Desktop-Software, ohne Installation. PLZ eingeben → Räume anlegen → PDF exportieren. Das Ergebnis liefert die Angaben für die Fachunternehmererklärung und den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B; ob gefördert wird, entscheidet die KfW.

Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Berechnung

Wie berechne ich die richtige Wärmepumpen-Größe?+

Die verlässliche Methode ist die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831: Für jeden Raum werden Transmissions- und Lüftungsverluste berechnet, die Summe ergibt die Gebäudeheizlast in kW. Diese Zahl gibt an, welche Nennleistung die Wärmepumpe am Auslegungspunkt (Norm-Außentemperatur Ihres Standorts) mindestens erreichen muss. Als grobe Orientierung dienen Faustwert-Tabellen nach Wohnfläche und Baujahr — für den Förderantrag reichen diese jedoch nicht.

Welche Wärmepumpe brauche ich bei welcher Heizlast?+

Faustregel: Die Nennleistung der Wärmepumpe sollte am Auslegungspunkt etwa der Gebäudeheizlast entsprechen. Bei 6 kW Heizlast genügt meist eine 6–8-kW-Wärmepumpe, bei 10 kW eine 10–12-kW-Anlage. Maßgeblich ist die nach DIN EN 12831 ermittelte Heizlast, nicht allein die Wohnfläche.

Welche Leistung sollte eine Wärmepumpe für 150 m² haben?+

Das hängt stark vom Dämmstandard ab. Faustwerte aus der SHK-Praxis (keine Normwerte) für ein 150-m²-Einfamilienhaus: Vor 1977 (Altbau, unsaniert): ca. 19,5 kW (Klasse 20–22 kW); 1977–1994 (WSchV 1977/1984): ca. 15 kW (Klasse 15–17 kW); 1995–2001 (WSchV 1995): ca. 12 kW (Klasse 12–14 kW); 2002–2015 (EnEV 2002–2014, teilsaniert): ca. 9 kW (Klasse 9–11 kW); Ab 2016 / saniert (EnEV 2016 / GEG / KfW-Effizienzhaus): ca. 6,8 kW (Klasse 7–9 kW). Den belastbaren Wert liefert eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Reicht eine Faustformel für die Wärmepumpen-Berechnung?+

Für eine erste Orientierung ja — für den Förderantrag nein. Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B, den die Heizungsförderung verlangt, setzt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 voraus (BEG EM, Anlage TMA); ob gefördert wird, entscheidet die KfW. Faustformeln können die Heizlast überschätzen, was zu Überdimensionierung, häufigem Takten und schlechterer Jahresarbeitszahl (JAZ) führt.

Was kostet eine Heizlastberechnung für die Wärmepumpe?+

Beim Energieberater oder SHK-Betrieb liegen die Kosten je nach Gebäudegröße meist zwischen 150 und 500 €. Mit einem Online-Rechner nach DIN EN 12831 erstellen Sie die Berechnung selbst — bei HeizNorm gibt es Projekt-Pakete ab 19 € einmalig zzgl. USt., kein Abo.

Wie lange dauert die Berechnung der Wärmepumpen-Größe online?+

Die Dauer hängt von Raumzahl und Datenlage ab. Mit den Gebäudedaten (Wohnfläche, Baujahr, Raummaße) läuft die raumweise Heizlastberechnung nach dem vereinfachten Verfahren (DIN/TS 12831-1) in wenigen Schritten — inklusive PDF-Export für den Förderantrag.

Wärmepumpen-Größe exakt berechnen

Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 mit vollständigem Rechenweg als PDF – Grundlage für den hydraulischen Abgleich. In wenigen Schritten online.

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