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Wärmepumpe berechnen: Größe & Leistung online ermitteln

Richtwert-Tabelle nach Wohnfläche & Baujahr — und warum für BAFA-Förderung die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 unersetzlich ist.

Richtwert-Tabelle nach Baujahr
Erklärung DIN EN 12831
BAFA-Anforderungen

Wärmepumpe berechnen: Richtwerte nach Wohnfläche & Baujahr

Die folgende Tabelle zeigt typische Wärmepumpen-Leistungen je nach Gebäudestandard. Sie ist ein erster Orientierungswert — kein Ersatz für eine normkonforme Berechnung.

Gebäudestandard / BaujahrHeizlast (W/m²)80 m²120 m²150 m²
Altbau unsaniert (vor 1980)100–1508–12 kW12–18 kW15–22 kW
Teilsanierter Altbau (1980–2000)70–1006–8 kW8–12 kW10–15 kW
Sanierter Altbau (KfW-55-Niveau)50–704–6 kW6–8 kW7–10 kW
GEG-Neubau (nach 2016)25–402–3 kW3–5 kW4–6 kW

* Richtwerte — tatsächliche Heizlast per DIN-EN-12831-Berechnung ermitteln. Standort (Norm-Außentemperatur) und Gebäudegeometrie können erheblich abweichen.

Faustformel für BAFA nicht ausreichend

Die BAFA akzeptiert ausschließlich eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Flächenbasierte Richtwerte führen häufig zu Überdimensionierung um 20–40 % — das verschlechtert die Jahresarbeitszahl (JAZ) und erhöht unnötig die Anschaffungskosten.

Drei Methoden, die Wärmepumpen-Größe zu berechnen

1

Faustformel nach Wohnfläche (Orientierung, nicht BAFA)

Heizlast [kW] ≈ Wohnfläche [m²] × spezifische Heizlast [W/m²] ÷ 1.000. Die spezifische Heizlast entnehmen Sie der Tabelle oben. Ergebnis: ein erster Anhaltspunkt, aber ohne Berücksichtigung von Standort, Gebäudegeometrie und individuellen U-Werten.

Nur zur Vororientierung — nicht für Förderanträge geeignet

2

Verbrauchsmethode (Jahresverbrauch → Heizlast)

Heizlast [kW] ≈ Jahresverbrauch [kWh] ÷ (Volllaststunden × Nutzungsgrad). Beispiel: 15.000 kWh/Jahr Gas ÷ (1.800 h × 0,95) ≈ 8,8 kW. Etwas genauer als die Flächenmethode, berücksichtigt aber keine raumweisen Unterschiede und ist abhängig vom Nutzerverhalten. Mehr dazu auf der Auslegungs-Seite.

Genauer als Faustformel — aber ebenfalls nicht BAFA-tauglich

3

Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (BAFA-Pflicht)

Die einzige BAFA-anerkannte Methode: Für jeden Raum werden Transmissions- und Lüftungswärmeverluste anhand von Raummaßen, U-Werten und der Norm-Außentemperatur nach PLZ berechnet. Die Summe ergibt die Gebäudeheizlast. Das Ergebnis ist exakt, standortbezogen und liefert alle Daten, die auch für den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B benötigt werden.

Pflicht für BAFA/KfW-Förderung — online in 15–30 Minuten

Wärmepumpen-Berechnung nach DIN EN 12831: Was dahintersteckt

Die DIN EN 12831 definiert das Verfahren zur Berechnung der Gebäudeheizlast. Sie berücksichtigt alle wärmetechnisch relevanten Parameter:

Norm-Außentemperatur nach Standort

Die Norm-Außentemperatur variiert stark — von −6 °C an der Nordseeküste bis −16 °C im Bayerischen Wald. Ohne diese standortspezifische Größe ist jede Wärmepumpen-Berechnung ungenau.

Transmissions- & Lüftungsverluste

Wärmeverluste durch Außenwände, Fenster, Dach und Boden (Transmissionsverluste) sowie Wärmeverluste durch Luftwechsel (Lüftungsverluste) werden raumweise berechnet.

U-Werte der Bauteile

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) jedes Bauteils bestimmt, wie viel Wärme durch Außenwand, Dach, Fenster und Boden verloren geht. HeizNorm liefert integrierte U-Wert-Tabellen nach Baujahr.

Auslegungspunkt & Bivalenzpunkt

An welchem Temperaturpunkt muss die Wärmepumpe die volle Heizlast decken (monovalent) — oder ab wann übernimmt ein Heizstab (bivalent)? Details dazu auf der Auslegungs-Seite.

Heizlastberechnung online: in 15–30 Minuten zum BAFA-konformen Ergebnis

Mit HeizNorm führen Sie die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 online durch — ohne Desktop-Software, ohne Installation. PLZ eingeben → Räume anlegen → PDF exportieren. Das Ergebnis ist direkt verwendbar für BAFA-Förderanträge, KfW-Anträge und den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B.

Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Berechnung

Wie berechne ich die richtige Wärmepumpen-Größe?+

Die verlässliche Methode ist die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831: Für jeden Raum werden Transmissions- und Lüftungsverluste berechnet, die Summe ergibt die Gebäudeheizlast in kW. Diese Zahl gibt an, welche Nennleistung die Wärmepumpe am Auslegungspunkt (Norm-Außentemperatur Ihres Standorts) mindestens erreichen muss. Als grobe Orientierung dienen Richtwert-Tabellen nach Wohnfläche und Baujahr — für BAFA-Förderung sind diese jedoch nicht ausreichend.

Welche Wärmepumpe brauche ich bei welcher Heizlast?+

Faustregel: Die Nennleistung der Wärmepumpe sollte am Auslegungspunkt etwa der Gebäudeheizlast entsprechen. Bei 6 kW Heizlast genügt meist eine 6–8-kW-Wärmepumpe, bei 10 kW eine 10–12-kW-Anlage. Maßgeblich ist die nach DIN EN 12831 ermittelte Heizlast, nicht allein die Wohnfläche.

Welche Leistung sollte eine Wärmepumpe für 150 m² haben?+

Das hängt stark vom Dämmstandard ab. Für ein 150-m²-Haus benötigen Sie im unsanierten Altbau (vor 1980) ca. 15–22 kW, im teilsanierten Altbau (1980–2000) ca. 10–15 kW, im sanierten Altbau (KfW-55) ca. 7–10 kW und im GEG-Neubau nach 2016 nur ca. 4–6 kW. Eine normkonforme Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 liefert den genauen Wert.

Reicht eine Faustformel für die Wärmepumpen-Berechnung?+

Für eine erste Orientierung ja — für BAFA- und KfW-Förderanträge nein. Die BAFA akzeptiert ausschließlich eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Faustformeln überschätzen die Heizlast häufig um 20–40 %, was zu Überdimensionierung, häufigem Takten und schlechterer Jahresarbeitszahl (JAZ) führt.

Was kostet eine Heizlastberechnung für die Wärmepumpe?+

Beim Energieberater oder SHK-Betrieb liegen die Kosten je nach Gebäudegröße meist zwischen 150 und 500 €. Mit einem Online-Rechner nach DIN EN 12831 erstellen Sie die Berechnung selbst — HeizNorm startet ab 49 €/Monat (zzgl. USt.), monatlich kündbar.

Wie lange dauert die Berechnung der Wärmepumpen-Größe online?+

Mit den Gebäudedaten (Wohnfläche, Baujahr, Raummaße) ist die raumweise Heizlastberechnung nach dem vereinfachten Verfahren (Beiblatt 2) in der Regel in 15–30 Minuten erledigt — inklusive BAFA-konformem PDF-Export.

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